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Es werden Posts vom Oktober, 2009 angezeigt.

Traumbilderwelten

an jenem gewöhnlichen montagabend
lud ich dich zu einem glas rotwein
in meine wohnung ein.

und während du auf meinem allerweltsofa
platz nahmst,
sprachst du unentwegt von diesem
anderen mädchen.

in dieser nacht schaute ich dir
in die träume.
schmetterlingsflügel zeichneten dich
in bunten farben,
gemeinsam verzehrten wir
das herz des himmels
und ich spürte so etwas wie glück.

unmöglich zu schlafen,
nur um von dir zu träumen.

(Molk Manuela)

Was ist Angst?

Angst ist wie der Wind und kommt aus dem Nichts. Kann etwas, was fest verankert ist, aus dem Boden gerissen werden? Der Wind hebt im Äußeren hoch, und die Angst zieht euch im Innern hinunter. Was nicht klar erkannt ist, verwischt die Angst und zieht dabei die Schleier noch tiefer über die Augen. Sie bewahrt nicht, im Gegenteil. Erst durch sie wird das Befürchtete manifestiert, z.B. durch Krankheiten, Unfälle. Sie behindert das Tun und das Erfüllen der Wünsche und ist Davor der Freude, wie auch die Versuchung das Dahinter eures Tun ist.



(aus: Susanna Dünne, Buch der vierten Dimension)
Schweigen vom schwarzen spritzer getroffen
bis zur seele im klaren kristallenen tag.
von den schattenbruchstücken gelegter klang
in die magnetnacht, die traumstriche

verglühter energien aus uns in ihr,
reifkalte kraftlinien des lichts,
gespreizt, tausendfingrig, in die luft,
die schwanger von den winden, von den jahren schwer

(augen in augen: hängende brücke der weite
zum weiß gespannt aus der gewichtigkeit
und vom übergehen hell)

wacht mit kühlem schoß ohne laute
zwischen uns, mit dem wegküssen der erde
immer näher, ausgewaschen in vollkommene materie.

(niko grafenauer)
Weg:gewendet, wimpern der helligkeit
losgelassen mit der schattenberührung in den abend.
angehäufter sehkreis der weichheit
und in der luft der sonnige helligkeitsmesser

der weiten. unwiederbringlich allein.
unter tausendlidrigen augenblicken in den tagesanbruch
des erinnerns mit dem gesicht vergraben
zwischen ruf und ruf. tag in das licht der tränen gedreht.

gegenwartsnähe, fallen der sterne
in vergangenes, heller schnitt
der uhrschläge, in die nacht versprengte

gewichtlose ausgeglichenheit:
alles
eins.

(niko grafenauer)

rat an einfallslose autoren

geht
auf den gedanken
strich

marc hermann