Manchmal, wenn der Horizont

Manchmal, wenn der Horizont immer näher
heranrückt, bis er das Zimmer durchtrennt, wenn schwarze,
Blicke schluckende Quader vor den Fenstern
ruhen, wenn Stimmen aus Drähten heraus die Zeit in
Stücke reden, und ein schimmernder Teppich aus
weißem Fleck, Irak, weißem Fleck und Afghanistan
durch die Hölle fliegt, ohne Feuer zu fangen:
Manchmal zerfällt dann alles um mich in Teile.
Ich allein scheine ganz. (Betrachte ich aber
dich, wie du weit entfernt von mir schläfst, wird selbst das
Illusion)

Susanne Morawietz (gefunden in Dulzinea)

Kommentare

yolanda hat gesagt…
dieses gedicht wird jeden zum Nachdenken veranlassen und einige zum Handeln... War eine wahre Freude es zu lesen.

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