Klarkommen

Irgendwann zwischendurch haben wir gelernt, dass Erschütterungen nicht immer sofort Weltuntergang bedeuten, dass Schnittstellen auch meinen, dass neue Haut wächst, dass etwas Altes rausgeht und etwas Neues rein darf, dass etwas anderes kommt, weil das davor nicht gehalten halt. Irgendwann mittendrin haben wir verstanden, dass Angst haben okay ist, wenn sie nicht alles blockiert, und dass die Sollbruchstellen, das Zerbrechliche, zum Lebendigen gehören, dass nichts beweglich ist, was aus Beton ist, dass die gesplitterten Enden mit der Zeit abrunden. Ich kann nicht mehr sagen, wann es war, aber wir haben angefangen, klarzukommen, nicht mehr bei jedem Ende zu denken, dies wäre gleichzeitig das Ende des ganzen Rests, wir haben mittlerweile kapiert, dass es auch Dinge gibt, die bleiben, und dass wir sie selbst in der Hand haben. Das, was noch neu ist, woran wir uns noch gewöhnen müssen, ist, dass wir plötzlich etwas zu verlieren haben. In der besten Erkenntnis des Jahres können wir uns sehen, alle nebeneinander, während das Licht des Kronleuchters über uns flackert. Lasst uns trinken, uns zurücklehnen, das haben wir lange nicht getan. Wunderschöne Worte von Elisabeth Rank...danke:)

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