An einem Tag wie diesem


"Bist du glücklich?", fragte Andreas. "Ich bin nicht unglücklich", sagte Fabienne.(An einem Tag wie diesem. Roman)

Das Buch von Peter Stamm mochte ich. Weil die Botschaft so klar ist, wie die Sprache. Es handelt von Gefühlen und der Leere, die wir manchmal empfinden. Von Einsamkeit und Liebe und davon, unserem Leben eine Form zu geben. Am Ende bleibt die Frage: Wie schaffen wir es unseren Weg zu finden? Wo entdecke ich das Glück, das doch manchmal so schwer festzuhalten ist? Eine Frage, mit der ich mich persönlich sehr oft konfrontieren muss. Weil es doch so wichtig ist. Weil ich es, so glaube ich, doch hauptsächlich in mir selber finden kann und muss. Und weil es trotzdem so schwer ist, bis dahin zu gelangen und auch dort zu verweilen.


"Sein Leben war eine endlose Abfolge von Schulstunden, von Zigaretten und Mahlzeiten, Kinobesuchen, Treffen mit Geliebten und Freunden, die ihn im Grunde nichts bedeuteten, unzusammenhängende Listen kleiner Ereignisse. Irgendwann hatte er es aufgegeben, dem Ganzen eine Form geben zu wollen, eine Form darin zu suchen. Je weniger die Ereignisse seines Lebens miteinander zu tun hatten, desto austauschbarer waren sie geworden. Er war sich manchmal vorgekommen wie ein Tourist, der von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten hetzt in einer Stadt, von der er noch nicht einmal den Namen kennt."





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