Wir sehen uns am Ende der Welt


"Ich wusste, dass ich Jens nicht wiederfinden würde, dass ich mein Leben wieder aufnehmen musste. Der Schmerz über sein Verschwinden ließ nach. Anfangs konnte ich mir das nicht eingestehen, aber es wurde leichter. Ich spürte, dass eine neue Zeit anbrach. Ich erwachte. Der Sommer stand vor der Tür und entschlossen bohrte sich das Sonnenlicht an der Gardine vorbei, erreichte die Schlafzimmerwand. Immer weiter flutete die Sonne in mein Zimmer. Ehe ich mich versah, saß ich am Bettrand, ging in die Küche und stand schon am Herd über dem pfeifenden Teekessel. Ich brauchte nichts zu tun, die Tage füllten sich wie von selbst."
(Aus: Wir sehen uns am Ende der Welt von Miek Zwamborn)

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