Sie und Er



Andrea de Carlo mag ich. Weil man in seine Geschichten eintauchen kann und immer das Gefühl hat, als würde man sich mitten im Geschehen befinden. Macht sich besonders gut im Sommer, wenn man in der Hängematte liegt, der Wind leicht weht, die Blätter rascheln und man leicht hin und her wiegt.

Sie und Er ist so eine Hängematten-Lektüre. Ein Buch wie gemacht für den Sommer. Man kann dabei das Meer rauschen hören, findet sich am Strand wieder, an dem ausgelassene Menschen Partys feiern und Gitarre spielen.

"Das Meer war eine ihrer großen Entdeckungen, als sie nach Italien kam; vorher war sie nur in öffentlichen Schwimmbädern oder in Teichen oder manchmal im See geschwommen. Die überwältigende Lebenskraft des um die Felsen schwappenden Salzwassers zu entdecken war eine Offenbarung für sie; sie glaubt nicht, dass sie je wieder darauf verzichten könnte. Die Durchsichtigkeit verzaubert sie, das Licht, das auf der Oberfläche schimmert und sie durchdringt, das ständige Farbenspiel von Himmelblau bis Kobaltblau."

Es ist eine Dreiecksgeschichte. Sie ist Clare Moletto, eine freiheitsliebende Frau, die sich gerade in einer Situation befindet, die für sie extrem einengend ist. Ihr Freund Stefano möchte mit ihr zusammenziehen und macht ihr vor versammelter Mannschaft einen Heiratsantrag. Ihr einziger Gedanke: Flucht. Bei Daniel Deserti, einem Schriftsteller, den sie bei einem Unfall kennenlernt, findet sie Leidenschaft und große Emotionen, gleichzeitig wird sie aber auch von Schuldgefühlen geplagt.

Ein bezauberndes, leichtes Buch ist Sie und Er. Nach dessen Lektüre man am liebsten hinauslaufen möchte in die Welt, um zu verkünden: Hey Leute, traut euch mehr! Zeigt eure Gefühle! Lasst die Sicherheiten hinter euch und taucht ein in ein Leben, in dem die Leidenschaft überwiegt!

Andrea de Carlo: Sie und Er. Eine berührende Liebesgeschichte.


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